Psychosomatische Klinik Kloster Dießen GmbH & Co. KG
Klosterhof 20
86911 Dießen

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Essstörungen

Patient*innen mit Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Disorder werden während ihres Aufenthalts in unserer Psychosomatischen Klinik im Rahmen eines integrativen, essstörungsspezifischen Therapiekonzepts behandelt. Im Mittelpunkt der Behandlung steht dabei die Verhaltenstherapie, welche dort, wo es therapeutisch sinnvoll scheint, durch tiefenpsychologische Elemente ergänzt und angereichert wird.

Die Therapie basiert auf gruppen- und einzeltherapeutischen Angeboten. Wesentliche Therapiemaßnahmen stellen die regelmäßige Einnahme therapeutisch vorgegebener Mahlzeiten mit dem Ziel einer Normalisierung des Essverhaltens, Maßnahmen zur Psychoedukation, zur Emotionsregulation, zum Beziehungsverhalten bzw. zur Verbesserung der sozialen Kompetenz sowie kunsttherapeutische und körpertherapeutische Behandlungen im jeweiligen Gruppensetting dar. Zur Verbesserung der Körperwahrnehmung stehen entsprechende Interventionen im Einzel- und Gruppensetting zur Verfügung. Unsere Diplom-Oecotrophologin leitet die Patient*innen u.a. in einer speziellen Kochgruppe in unserer Therapieküche regelmäßig bei der Nahrungszubereitung an. Gruppenübergreifend werden die Empfehlungen der Leitlinien zur Behandlung von Essstörungen in den Gesamtbehandlungsplan eingebunden.

Die hohe klinische Kompetenz unserer Mitarbeiter gepaart mit der Einzigartigkeit des von schöner Natur und lebendiger Kultur umgebenen Klosters ergibt einen hilfreichen Raum für die Therapie unserer Patient*innen. Die Unterbringung erfolgt vorwiegend in Einbettzimmern. Die hervorragende Versorgung und die Ruhe des ehemaligen Klosters tragen einen wichtigen Teil zur seelischen Gesundung unserer Patient*innen bei.

 

Symptome bei Anorexie und Bulimie   

  • streng kontrollierte bzw. eingeschränkte Nahrungsaufnahme
  • exzessiver Sport und Fitnesstraining
  • herbeigeführtes Erbrechen nach den Mahlzeiten
  • Gedanken kreisen ständig um Essen, Gewicht und Kalorien

 

Symptome bei Binge-Eating-Disorder

  • Anfallsartig auftretende Essanfälle mit erlebtem Kontrollverlust
  • Keine gegenregulatorischen Maßnahmen nach einem Essanfall
  • Kontinuierliche Nahrungsaufnahme über den ganzen Tag (Grazing)
  • 25 % der täglichen Nahrungsaufnahme erfolgt nach dem Abendessen (Night-Eating-Disorder)

 

Wir prüfen jede Anmeldung individuell und melden Ihnen zurück, ob wir Ihnen einen Behandlungsplatz anbieten können. Zu den Rahmenbedingungen für eine Behandlung in unserer Klinik gehörten die folgenden Punkte:

  • Vorliegen einer Essstörung nach ICD-10
  • BMI > 16 kg/m2
  • Fähigkeit, die Mahlzeitenstruktur eigenverantwortlich ohne Essbegleitung einhalten zu können

 

Behandlungsziele

  • Normalisierung und Strukturierung des Essverhaltens und damit Reduktion der essstörungsspezifischen Symptomatik
  • Erkennen der Funktion der Essstörung und essstörungsspezifischen Psychopathologie
  • Positive Gewichtsentwicklung bzw. Gewichtsstabilisierung
  • Reduktion der psychischen Beeinträchtigung und damit Verbesserung des Lebensgefühls

 

Ernährungsmanagement

Die Mahlzeitenstruktur setzt sich aus drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen), zwei Zwischenmahlzeiten und einer Kuchenmahlzeit zusammen. Je nach Störungsbild erfolgt eine individuelle Anpassung dieser Struktur. Die Zusammensetzung der Mahlzeiten erfolgt nach so genannten Richtmengen. Die Umsetzung der Mahlzeitenstruktur wird anhand von Ernährungsprotokollen erfasst. Das gemeinsame Kochen in unserer Therapieküche ermöglicht ein positives Erleben des eigenen Essverhaltens.

 

Gewichts- und Bewegungsmanagement

Mit untergewichtigen Patient*innen wird zu Beginn der Behandlung die Notwendigkeit einer gestaffelten Gewichtszunahme besprochen. Für das individuelle Bewegungsverhalten sprechen wir Richtlinien und Empfehlungen aus, die eigenverantwortlich umgesetzt werden. Patient*innen mit Binge-Eating-Störungen nehmen verbindlich 1x/ Woche an einem aktivierenden (z. B. Nordic Walking) und einem entspannenden (z. B. Yoga) Bewegungsangebot teil. Die Gewichtsentwicklung wird durch regelmäßiges Wiegen erfasst. Störungsübergreifend erfolgt bei ausbleibender Gewichtsentwicklung bzw.  -stabilisierung eine Modifikation des Essplanes.

 

Bausteine der Therapie

Ansprechpartnerinnen

Catherine Alberti-Huber kann eine langjährige Erfahrung im Bereich „Essstörungen“ aufweisen. Durch ihre Tätigkeit in diversen essstörungsspezifischen Einrichtungen, sowohl im klinischen als auch im wohntherapeutischen Setting, zeichnet sie im Umgang mit den Patienten eine hohe Kompetenz aus. Ihr Expertenwissen erstreckt sich auf alle drei Störungsbilder der Anorexie, Bulimie und Binge Eating Disorder. Fundiertes Wissen der Ernährungspsychologie und der Diätetik erweiterte sie in zahlreichen wissenschaftlichen Weiterbildungen.

Stationen von Frau Catherine Alberti-Huber:

  • Ernährungstherpeutische Tätigkeit in der Psychosomatik als auch Ernährungsberatung in der Somatik in der Schönklinik Starnberger See
  • Ernährungsfachkraft in einem interdisziplinären ambulanten Adipositasprogramm
  • Weiterbildung „Ernährungspsychologie“
  • Ernährungstherapeutische Tätigkeit in der therapeutischen Wohngruppe „Therapie Essstörungen“
  • Etablierung der Ernährungstherapie mit therapeutischem Kochen in der Kinder- und Jugenpsychosomatik im Klinikum Schwabing

 

Unsere Oberärztin Frau Dr. med. Sabine Dornhofer ist unsere Expertin auf dem Gebiet der Essstörungen. 

TOP-Medizinerin für Essstörungen

Seit 2012 wird Frau Dr. Dornhofer durchgehend von der FOCUS-Liste als Expertin der Psychosomatischen Medizin im Bereich Essstörungen ausgewiesen.

Dr. med. Sabine Dornhofer
Leitende Oberärztin

T 08807 2251-421
F 0821 78980-1016

sabine.dornhofer@artemed.de

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