Der Mensch speichert im Laufe seines Lebens unzählige Informationen in seinem Körpergedächtnis.
Unser Körper bewahrt Erfahrungen – auch solche, die uns nicht immer bewusst zugänglich sind. In der Tanz- und Körpertherapie geht es darum, die Signale des Körpers wahrzunehmen, besser zu verstehen und für den therapeutischen Prozess zu nutzen. Bewegung und Körperwahrnehmung werden dabei mit reflektierenden Gesprächen verbunden.
Gleichzeitig können über den Körper neue Erfahrungen entstehen. Nach dem Prinzip „durch den Körper in den Kopf“ können Bewegungen dazu beitragen, neue Denk- und Verhaltensmuster zu entwickeln und zu verankern. Stress, Angst oder Überforderung können beispielsweise mit einem Gefühl von Enge in der Brust einhergehen. Bewusst weite Bewegungen können einen körperlichen Gegenimpuls setzen und ein Gefühl von Sicherheit unterstützen. Herzfrequenz und Blutdruck können sinken, Verspannungen können sich lösen.
Die Tanz- und Körpertherapie bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, die eigene Selbstregulation zu stärken, persönliche Grenzen bewusster wahrzunehmen und einen besseren Zugang zu eigenen Bedürfnissen und Gefühlen zu entwickeln. Mal mit, mal ohne Musik kommt der Körper dabei in Bewegung – immer unter Berücksichtigung Ihrer körperlichen Möglichkeiten und Ihrer aktuellen emotionalen Befindlichkeit.
Besondere körperliche oder tänzerische Fähigkeiten sind dafür nicht erforderlich – im Mittelpunkt stehen Ihre eigene Wahrnehmung und Ihr individuelles Erleben.