Herzlich Willkommen in der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen

Das Kloster St. Vinzenz in Dießen am Ammersee blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Gelegen auf einer Anhöhe mit Blick auf den See und die umliegende Landschaft ist es eines der Wahrzeichen der Region. Für knapp hundert Jahre lag das Kloster in der Hand der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul - nachdem mit zunehmenden Alter und zurückgehenden Eintritten ein Umzug in das neu gebaute Mutterhaus in Augsburg beschlossen worden war, wurde das Kloster 2015 an die Artemed übergeben. Gemeinsam mit den Barmherzigen Schwestern entwickelte man hier ein Konzept für die Anlage, das die künftige Nutzung des Klosters als psychosomatische Klinik beschloss. Diese Umwidmung entspricht der Historie und dem Auftrag des Ordens, würdigt den Ort und bietet den Patienten mit seinem Reichtum an Kultur und Natur ein einmaliges Umfeld für deren Genesung.

Im Frühjahr 2018 soll die Psychosomatische Klinik Kloster Dießen ihre Tore öffnen. Auf insgesamt fünf Geschossen stehen dann 100 Einbettzimmer, großzügige Therapieräume, Gemeinschaftsräume und ein Patientenrestaurant zur Verfügung - eingebettet in naturbelassenen Gärten und Außenanlagen. Das ärztliche Team um Chefarzt PD Dr. Bert te Wildt und die leitende Oberärztin Dr. Sabine Dornhofer stellt die erfolgreiche Umsetzung des klinischen Konzepts sicher, das sich in einem das gesamte Fachgebiet der Psychosomatik umfassenden Psychotherapie-Spektrum an den jeweils aktuellen Leitlinien und Qualitätsstandards orientiert.

Behandelte Krankheitsformen

Erklärtes Ziel der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen ist es, ein möglichst umfassendes Indikationsspektrum der Krankheitsbilder aus dem psychosomatischen Formenkreis abzubilden. Dabei steht für den Anfang vor allem die Behandlung von Menschen mit stressbezogenen Störungen, mit Erschöpfungsdepressionen im Sinne von Burn-Out- und Bore-Out-Syndromen im Vordergrund, ebenso die von Menschen mit Internetabhängigkeit und anderen Verhaltenssüchten Von Anfang an werden aber auch Erkrankungen behandelt, die derzeit einen Hauptanteil in psychosomatischen Kliniken ausmachen und zurzeit einen deutlichen Anstieg erfahren, insbesondere somatoforme Störungen und affektive Störungen mit ängstlich-depressiver Symptomatik.

Therapieansätze

Das Ganzheitliche, die Integration von körperlichen und psychischen Lebensaspekten, liegt im Wesen des Fachs Psychosomatik. Hierzu wird der besondere Rahmen des Ortes mit seinen wohltuenden natürlichen und kulturellen Bedingungen einen wichtigen Beitrag leisten. Entscheidend ist aber ein komplexes Therapieprogramm, das sich einem ganzheitlichen Ansatz verschreibt, der Körper und Geist positiv zu verbinden vermag, wenn sie sich im Zuge psychosomatischer Erkrankungen voneinander entfremdet haben.

Integrativ gestaltet sich das Klinikkonzept auf vielerlei Weise, nicht nur im Hinblick auf die Verbindung von verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Ansätzen, sondern auch hinsichtlich der Kombination aus individualisierter Therapie und evidenzbasierter Gruppentherapie. Ein persönlich zugeschnittenes Behandlungsprogramm berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse und Resilienzfaktoren der Betroffenen, um dem zunehmenden Anspruch an eine individualisierte Medizin Rechnung zu tragen. Dies steht in keinem Widerspruch zu einer effektstarken Wirksamkeit der Behandlung in Gruppen als Kernelement, welche schulenübergreifend von einem modernen Mentalisierungskonzept und einer entsprechenden Supervision getragen wird. Die sprachbasierten Therapieverfahren werden variantenreich von körper- und wahrnehmungszentrierten Verfahren im Sinne der Achtsamkeitstherapie ergänzt, wobei im Rahmen der Bewegungs- und Kunsttherapie auch die reichhaltigen natürlichen und kulturellen Schätze des Klosters und seiner Umgebung zum Tragen kommen. Dabei wird nicht zuletzt auch auf einen achtsamen Umgang mit den eigenen Ressourcen in beruflichen Zusammenhängen Augenmerk gelegt, insbesondere auch im Hinblick auf eine gesunde Nutzung digitaler Medien.